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Für wen ist die Tempelmassage® geeignet?

Indikationen, Kontraindikationen - wie wir den Menschen sehen

© Copyright 2002-2006 Christian Herold, Zürich, Switzerland - Tempelmassage® ist ein geschütztes Warenzeichen
Jan 2006, Juli05

Rechtlich gesehen ist die Tempelmassage® in der Schweiz, Deutschland, Oesterreich, Frankreich (Massage Temple®) und anderen europäischen Ländern eine nicht-medizinische Behandlung mit dem Ziel, ein Wohlgefühl (bien-être) zu vermitteln. Wir stellen also nie medizinischen Diagnosen, wir betreiben keine Psychotherapie und gehören nicht zur westlichen Schulmedizin. (Juli 2005)
Die Tempelmassage® ist keine medizinische Massage im westlichen Sinn und hat sie auch keine mechanistische Sicht des menschlichen Körpers, der auf den Fluss der Lymphe und des  Blutkreislaufs reduziert wird.

Indikationen Tempelmassage®

Für wen ist also die Tempelmassage® geeignet?

Sie möchten wieder einmal ohne wenn und aber Wohlgefühl erleben, und die Garantie haben, dass Sie so sein dürfen wie Sie gerade sind und in ihrem einzigartigen Wesen gesehen und respektvoll berührt werden

Sie suchen das innere Gleichgewicht, das die Selbstheilungskräfte ankurbelt und andauernd unterstützen wird

Sie möchten Ganzheit erleben und ihrem Wesen eine Tür öffnen um einen neuen oder lange vergessenen Weg gehen zu können

Sie möchten vielleicht an sich arbeiten, aus den Sackgassen raus kommen und mit einem grossen Ausatmen, unterstützt durch die hawaiianische Massagetechnik, alte Spannungen verabschieden und Platz für Lebendigkeit machen

Sie möchten nicht mehr ihre Lebenskraft (Mana) für Ärger und Verspannungen investieren sondern durch die Konzentration auf den intensiv erleben Moment im Körper Lebensfreude und Tatendrang geniessen

Kontraindikationen

Der lizensierte Tempelmassage® Praktiziernde  darf keine  Behandlung geben wenn er selber krank ist, insbesondere bei ansteckenden Krankheiten wie Erkältungen, Grippe, etc.

Die Tempelmassage® ist nicht geeignet:

  • wenn statt einer Wohlfühl-Massage (Gesundheitsgesetz) eine medizinische Behandlung angezeigt ist (kann nur durch Arzt abgeklärt werden)
  • wenn irgend eine Beeinträchtigung der Wirbelsäule vorhanden ist, z.B. Bandscheiben-Vorfall. Auch bei Hexenschuss wird nicht massiert.
  • bei Beeinträchtigungen der Haut, insbesondere bei Entzündungen und offenen Wunden
  • bei Krampfadern. Gefahr von Thrombosen (Blutgerinseln) und Lungenembolie (Blutgerinsel in der Lungenarterie ->behindert die Blutversorgung des Lungengewebes->Atemstillstand).
  • bei Krankheit oder nach Operationen. Dies beinhaltet auch alle Verletzungen der inneren Organe, Epilepsie und psychische Störungen (z.B. Depression oder Angstzustände nach einem Unfall)
  • bei ansteckende Krankheiten, wie z.B. Erkältungen oder Grippe. Bei Fieber wäre Massage ein zusätzlicher Stress und würde den Kreislauf belasten.
  • bei Arthritis (Knochen- / Gelenkentzündungen)
  • bei infektiösen Hautkrankheiten, z.B. Pilzinfektionen (Schuppenflechten der Kopfhaut sind jedoch nicht ansteckend)
  • bei einem frischen Tattoo

Bei der Massage von Schwangeren ist Vorsicht geboten. Falls gewünscht kann bis zum 6. Monat der Unterleib sehr sachte massiert werden.

Bei Kindern muss auf die Befindlichkeit besonders eingegangen werden, da eine zweistündige Massage ein zu heftiges Erlebnis sein kann und bei Kindern nicht davon ausgegangen werden kann, dass sie gerne zwei Stunden regungslos liegen. 

© Copyright 2002-2006 Christian Herold, Zürich, Switzerland - Tempelmassage® ist ein geschütztes Warenzeichen

Mensch und Gesundheit

Wenn man sich fragt, was einem Menschen eine Massage bringen soll, muss zuerst geklärt werden, was unser Menschenbild ist. Wenn wir von einer Leistungsgesellschaft ausgehen ist jede Berührung oder Massage kontraproduktiv, da sie den Menschen näher zu sich bringt und ihn davon abbringen könnte, sich zu verausgaben.

Wir gehen also nicht davon aus, dass der Mensch in möglichst viele kleine Teile zersplittert sein will. Im Gegenteil, er sucht seine Ganzheit. Wohlbefinden und Gesundheit sind nur möglich, wenn der Mensch sich gleichwertig als Körper, Geist und Seele, die im Gleichgewicht mit seinen Quellen, also in Austausch mit seiner Familie, anderen Menschen und der Umwelt lebt, zu der auch alle spirituellen Dimensionen gehören. Diese ganzheitliche Sicht gibt es im Westen erst (wieder) seit den 1960er Jahren. Die Hawaiianer pflegen sie seit 1500 Jahren.

Ein Ungleichgewicht ergibt sich, wenn die Einflüsse nicht ausreichend verarbeitet werden können, wenn wir keine Luft kriegen, wenn das Essen oder ein Gefühl im Hals stecken bleibt, wenn etwas nicht verdaut werden kann. Wenn das Gleichgewicht gestört ist, verlangen wir nach Heilung. 

Das Ziel der Tempelmassage® ist, den Menschen auf seiner Suche nach dem Gleichgewicht zu unterstützen und in diesem Prozess zu begleiten. Weil man in der westlichen Gesellschaft den Menschen in Körper, Geist und Seele unterteilt hat, geht man davon aus, dass man jeweils nur das eine behandeln kann. Doch in Polynesien und in vielen anderen  Kulturen geht das Gesundheitssystem vom Menschen als Ganzheit aus. Dies ist auch die Basis der Tempelmassage®.

Zugang zum Gleichgewicht (Lokahi)

Gleichgewicht ist das Gefühl zu haben, dass ICH BIN. Es ist mir wohl in meiner Haut, ich bin zuversichtlich und nicht von Ängsten geplagt. Ich bin im Gleichgewicht mit mir und der Umwelt, auch wenn ich vielleicht gerade ein schwieriges Gespräch vor mir habe oder eine Reise in ein unbekanntes Land plane. Die Fähigkeit dieses ICH BIN-Gefühls haben wir uns in jungen Jahren aneignen können durch die Zuwendung unserer Väter und Mütter, von denen wir wissen, dass wir willkommen sind und wir so speziell sein dürfen, wie wir eben sind. Ohne dieses Gefühl ist das Leben nicht viel wert und unsere Existenz bedroht und wir werden dauernd  nach einer Bestätigung für das Sein suchen. 

Die Haut ist unser grösstes Organ und gibt uns die Möglichkeit mit dem Kontakt nach aussen und nach innen. Berührt zu werden, unsere Haut zu spüren gibt uns ein Gefühl von Identität. Dies ist für alle Menschen unglaublich wichtig und hat sich in den Heilkünsten anderer Kulturen schon vor tausenden von Jahren niedergeschlagen. Dass unsere Wissenschaft, dies erst für die Entwiclung von zu früh geborenen nachweisen kann soll uns nicht hindern, unserer kostbaren Hülle mehr Aufmerksamkeit zu schenken. 

Lokahi ist hawaiianisch für Eins-Sein, in Verbindung sein. Bezüglich der Tempelmassage® bedeutet es, mit sich und seinen Bedüfnissen nicht nur in Verbindung, sondern Eins zu sein, im Selbstkontakt zu sein. Das bedeutet, sich nicht als Grippegeplagtes Objekt zu behandeln sondern die Grippe zu verkörpern, das seelische und körperliche Ungleichgewicht anzunehmen und gerne dem Körper eine Chance zur Regeneration geben. 
In schwierigen Zeiten können wir uns dieses Gefühl von Selbstkontakt nicht mehr selber geben. Wir sind nicht mehr in der Lage, dies selber zu regulieren. Deshalb leben Menschen mit andern Menschen zusammen. Zu wissen, dass jemand an uns denkt gibt uns schon Zuversicht. Wenn das Gleichgewicht ausser Kontrolle geraten ist, braucht es ein bisschen mehr.

Der schönste  Weg ist über den Körper, weil dieser sich im Gegensatz zum Geist weniger mit inneren Stimmen, Einstellungen und Gewohnheiten sabotiert. Der Körper weiss genau, was er braucht und wie er behandelt werden soll. Diese Stimme wird in der westlichen Gesellschaft nicht gefördert und muss sich Gehör verschaffen. Wenn der Selbstkontakt ganz verloren ging treten Extremformen wie Kreislaufkollaps oder Herzkrisen auf, die das Leben bedrohen.  Aber auch eine dauernde Verspannung der Muskeln, die das Atmen ermöglichen beeinträchtigen das Leben so, dass Heilung oder Linderung gesucht wird.

Die Stimme des Körpers

Die Tempelmassage® ist eine Art, den Körper um seinen weisen Rat zu fragen. Sie erfüllt  zwei Voraussetzung: 
1. Wir haben Zeit. Es ist nur ohne Zeitdruck möglich, sich zu seinem ICH BIN Gefühl zu öffnen, Zuversicht zu schöpfen und den Selbstkontakt zu nähren oder wieder aufzubauen. Eine Tempelmassage® braucht manchmal länger als 3 Stunden.
2. Grenzen werden eingehalten. Nur wo ich so sein darf, wie ich bin, kann ich mich zu meinem eigenen, individuellen Wesen wieder den Kontakt aufnehmen. Wenn irgend eine Absicht auf Seiten des Gebenden oder Empfangenden besteht wird der eigene Raum beeinträchtigt, statt dass er genährt wird.

Im Tempel fällt es durch die achtsame Art des Therapeuten leichter, den Zugang zu den Körperempfindungen und dazugehörigen Gefühlen zu finden. Der Schutz des Tempels macht es möglich, dass man sich nicht an alten Haltemustern klammern muss und zuversichtlich sein kann, dass der Körper sein Gleichgewicht selber regulieren kann, wenn man ihm durch Bewusstheit (engl. awareness) und Langsamkeit im Hier und Jetzt die Gelegenheit gibt. 

Mana - Kraft aus sich heraus schöpfen

In der westlichen Medizin wir einer Verspannung mit Entspannung begegnet. Dabei wird vergessen, dass der Mensch Freude und Tatendrang erleben will und dazu Kraft und Energie braucht. Wer Lebendigkeit erlebt wird keine Drogen konsumieren.

Ein weiterer Aspekt des Energiehaushalts ist, dass das Leben nur im jetzigen Moment stattfinden kann. Wenn wir zerstreut sind, uns gedanklich irgendwo in der Zukunft oder Vergangenheit oder im Gedankenmodell einer andern Person befinden so sind wir nicht in unserem Körper, nicht in unserem Zentrum. Was fehlt ist die Kon-Zentration. Berührung kann helfen, wieder hier zu sein und das wahrzunehmen, was ist. Statt die Energie für tausend Gedanken zu verschwenden steht sie für Lebendigkeit zur Verfügung.

In Hawaii sind Massagen (Lomilomi) dynamisch, weil der Mensch nicht als etwas gesehen wird, das phlegmatisch in einem Bürostuhl sitzt. Vulkanausbrüche, die regelmässiogen Stürme, Riesenwellen, die totale Stille der Vulkanlandschaften und die Lieblichkeit der Vegetation prägten die polynesischen Menschen und ihre Kultur. Seit die Hawaiianische Massage nach Europa kam ist sie zu einer kuscheligen Wohlfühlmassage verkümmert. In der Tempelmassage® gibt es aber noch langsame und schnelle Bewegungen, leichte und tiefe Arbeit im Gewebe, Ruhe und Bewegung, entsprechend der Dynamik der empfangenden Person. Dies gibt ihr die Möglichkeit, über den Körper wieder Dynamik und Lebensfreude zu erleben. Wenn es der Körper erlebt und dies eine dauerhafte positive Erfahrung ist, dann ist der erste Schritt zu einem neuen Umgang mit Mana und damit zu einer neuen Lebenshaltung (Aloha) getan.   

Januar 2006

© Copyright 2002-2006 Christian Herold, Zürich, Switzerland - Tempelmassage® ist ein geschütztes Warenzeichen